Moderne Familienpolitik für Eltern in der Rushhour des Lebens | 29 Zukunft gerecht

Shownotes

Eltern stehen unter Druck: Berufstätigkeit und Care-Arbeit führen zu hohen Belastungen, besonders wenn die Kinder noch klein sind. Trotz Verbesserungen in der Gleichstellung führt die Geburt von Kindern in heterosexuellen Partnerschaften oftmals zu einem Rückfall in traditionelle Rollen - der Vater arbeitet Vollzeit, die Mutter Teilzeit. Hier setzt das Modell der "Dynamischen Familienarbeitszeit" an. Im Zusammenspiel mit Elterngeld und Kinderbetreuung wird ein finanzieller Anreiz gesetzt, die Sorgearbeit in den ersten Lebensjahren des Kindes unter Müttern und Vätern gerechter aufzuteilen.

Mit: Martin Bujard (BiB), Leonie Kleinschrot (ehem. BiB), Nathalie Klüver (Journalistin und Autorin). Moderation: Katharina Schohl.

Zur Studie "Dynamische Familienarbeitszeit"

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00:00:04: Hallo zum Podcast Zukunft gerecht der Friedrich-Ebert Stiftung.

00:00:08: Ich bin Katharina Schohl und nehme Sie heute wieder mit auf eine spannende Reise durch die Welt der Fragen, Antworten und Vorschläge zu vielen Themenbereichen unserer Zukunft!

00:00:18: Es ist das wohl größte Glück im Leben eines Paares Der Moment, wenn das eigene Kind geboren wird.

00:00:25: Plötzlich steht die Welt für einen Moment still und nichts ist mehr so wie es mal war.

00:00:31: Eltern zu werden heißt Veränderung in fast allen Lebensbereichen.

00:00:35: Privat?

00:00:36: Aber eben auch beruflich.

00:00:38: Meist sind es die Mütter, die ihren Job zugunsten der Kinder aufgeben während die Väter für den Lebensunterhalt sorgen.

00:00:46: Dabei wünscht das sich die Mehrheit der jungen Erwachsenen eigentlich anders – sie wollen beides!

00:00:51: Sich um den Nachwuchs kümmern und Berufstätigsein, eine partnerschaftliche Aufteilung von Kerr- und Erwerbsarbeit.

00:00:59: Doch das ist leichter gesagt als getan!

00:01:02: Genau da setzt die aktuelle Studie Eltern in der Rush Hour des Lebens entlasten – die dynamische Familienarbeitszeit der Friedrich Ebert Stiftung an.

00:01:11: Martin Bujard und Leonie Kleinschrot stellen darin ein Modell vor, dass es Eltern ermöglicht Familie und Beruf so unter einen Hut zu bekommen, dass alle auf ihre Kosten

00:01:21: kommen.".

00:01:22: Wenn in der Studie oder hier im Podcast über Familie gesprochen wird, wissen wir natürlich... Sie ist vielfältig.

00:01:29: Neben der klassischen Familie gibt es einen Elternhaushalte, Patchwork, Adoptiv, Pflege- und Regenbogenfamilien, Mehrgenerationen und multilokale Haushalte.

00:01:40: Kinder, Mütter und Väter erleben häufiger Übergänge zwischen verschiedenen Familienformen.

00:01:46: Weil es hier aber auch um Gleichstellung geht, schauen wir uns vor allem an wie Müttern sich Kehr- und Erwerbsarbeit aufteilen.

00:01:54: Und von einer gleichberechtigten Arbeitsaufteilung sind wir hier aktuell noch ziemlich weit entfernt, berichtet Kleinschrot.

00:02:21: in dieser frühen Familienphase, da werden eben oft dann Weichen gestellt.

00:02:28: Also aus der Arbeitsteilung zwischen den Eltern direkt Nachteilgeburt ergeben sich oft sogenannte Pfadabhängigkeiten.

00:02:36: also ja das Arrangsschmordes hat sich einmal eingestellt und dann bleibt es so erhalten beziehungsweise ist es schwer das auch wieder aufzubrechen.

00:02:45: man hat sich eingespielt jedes Elternteil hat sich auf seinen Aufgabenbereich spezialisiert.

00:02:51: Während Papa also seine neunundreißig Stundenwoche ableistet, wird mit sich Mama ganz oder größtenteils dem Kind und arbeitet wenn überhaupt nur noch in Teilzeit.

00:03:02: Und das dann meist nicht nur in den ersten Jahren sondern eben auf Dauer – einfach weil es sich so eingeschlichen hat und ist so ja auch irgendwie gut funktioniert!

00:03:12: die wir durchschnittlich beim Wüttern sehen.

00:03:22: und das ändert sich dann eben kaum mehr mit dem Alter der Kinder.

00:03:25: Und genau das hängt damit zusammen, dass wir diese Pfadabhängigkeiten, die schon ganz früh in der Familienphase entstehen... dann weiterhin in der Familienphase haben.

00:03:36: Frauen geraten dadurch in eine ökonomische Abhängigkeit ihres Partners, was sich langfristig auch auf ihre Rentenansprüche auswirkt und auch der Arbeitsmarkt leidet darunter wenn sich die gut ausgebildeten weiblichen Fachkräfte in die Häuslichkeit zurückziehen.

00:03:51: dabei ist diese Rollenaufteilung oft gar nicht beabsichtigt.

00:03:55: das System lässt nur einfach nichts anderes zu.

00:03:58: Ganz wichtig ist natürlich auch die institutionelle Kinderbetreuung.

00:04:01: Die ist im Moment noch nicht in dem Maße verfügbar, weder quantitativ oder qualitativ so wie es die Eltern heute bräuchten.

00:04:09: und dann sind das eben wieder zumeist den Mütter, die die Kinder zu Hause betreuen wenn keine öffentliche Betreuung mehr verfügbare

00:04:17: ist.".

00:04:17: Natürlich könnte der Vater bei den Kindern bleiben während die Mutter arbeiten geht und das Geld nachhause bringt.

00:04:24: Problem ist nur... Frauen verdienen immer noch weniger als Männer.

00:04:28: Wenn man ein Kind bekommt und dadurch die finanzielle Belastung steigt, dann bleibt logischerweise nicht der Elternteil zu Hause, der das niedrigere Einkommen

00:04:37: hat.".

00:04:38: Der Gender Pay Gap befeuert die klassische Rollenaufteilung.

00:04:41: also wie Nathalie Klüver, Autorin und Journalistin für Familienpolitik erklärt

00:04:46: Das ist ja schon allein wegen der hohen Lebenshaltungskosten so, dass sich vielen, vielen Paaren gar nicht die Frage stellt.

00:04:52: Wer arbeitet eigentlich mehr und wer reduziert auf Teilzeit?

00:04:55: Weil sie sich sonst einfach Miete, Hauskredit usw.

00:04:58: einfach nicht mehr leisten

00:04:59: könnten.".

00:05:00: Eltern haben schlichtweg keine andere Wahl als sich dem vorhandenen System unterzuordnen – auch wenn Sie ihr Leben eigentlich gerne anders gestalten würden!

00:05:09: Ein Problem dessen Ursprung viele Jahre zurückliegt….

00:05:13: Das Ganze geht tatsächlich zurück auf Adenauer, der hat damals in den fünftiger Jahren dann auch diese Richtung gelegt.

00:05:19: Da ging es um Rentengeschichten und da hat er gesagt Kinder bekommen sie immer und wollte damit ausdrücken, man muss halt nicht wirklich etwas tun um die Rahmenbedingungen fürs Kinderhaben zu verbessern.

00:05:29: Er kurz darauf wurde die Pille erfunden mit dem Resultat des Pillenknecks das wissen wir alle.

00:05:34: was passiert ist man bekommt halt nicht mehr einfach so Kinder aber man hat trotzdem nichts getan.

00:05:39: um die Rahmbedingung für es Kinder haben zu verbesseren ist man immer nur dabei, so ein bisschen nachzujustieren an einzelnen Stellen.

00:05:48: Wir sehen es am Elterngeld was eine super Idee war.

00:05:50: auch das Nachjustieren war sicherlich richtig aber mittlerweile ist es sehr schwierig zu durchschauen und das sehen wir in ganz vielen Bereichen.

00:05:57: also einen wirklich eine kindorientierte Politik vermisse ich noch und wir haben tatsächlich hier ganz ganz vielen verschiedenen struktuellen Ebenen also von der politischen rechtlichen Steuerrecht Rennen Recht Und so weiter haben wir tatsächlich einen Klima, in dem sagen wir es mal so Kinder nicht wirklich willkommen sind und nicht wirklich Fokus der Bemühungen stehen.

00:06:17: Und das muss sich ändern!

00:06:18: Es muss ein generelles Umdenken stattfinden – weg vom angestaubten Familienkonstrukt des letzten Jahrhunderts und der Norm des in Vollzeit arbeitenden Mannes hin zu einer modernen gleichberechtigten Familienpolitik die auf die Bedürfnisse der Eltern und die Herausforderung der heutigen Zeit angepasst ist….

00:06:37: Auch wenn mit dem Elterngeld eine Möglichkeit geschaffen wurde, beiden Eltern eine bezahlte Betreuungsphase zu ermöglichen, hinkt dieses Modell den Ansprüchen hinterher.

00:06:47: Dazu kommt, dass der Elterengeldsatz seit der Einführung im Jahr seven nie angehoben wurde!

00:06:55: Eine ergänzende Lösung könnte das Konzept der dynamischen Familienarbeitszeit sein.

00:07:00: Das hat Martin Bujard, Forschungstirektor beim Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung für den Evangelischen Familienverband kurz EAF entwickelt und in der aktuellen FES-Studie vorgestellt.

00:07:24: Kinder zwischen ein Jahr und vier Jahre alt sind, ist die Gesamtarbeitszeit von Fürsorgezeit.

00:07:30: Und rufliche Arbeit sehr hoch wie wir aus empirischen Studien wissen.

00:07:34: Genau in dieser Phase setzt diese dynamische Familienarbeit Zeit an.

00:07:39: Zum einen soll sie die Zeit von Eltern in der Phase entlasten zum anderen soll sie auch helfen dass Paare ein Lebensmodell letztlich auch führen können, wie sie die meisten es auch wollen.

00:07:51: Wir unsere Umfragen auch zeigen.

00:07:52: das heißt dass die Väter auch die Arbeitszeit reduzieren, dass die Mütter aber nicht so stark runtergehen.

00:07:58: also plakativ gesagt ist es oft so der Mann arbeitet Vollzeit noch über Stunden und die Frau macht dann nach der ändernen Zeit vielleicht eine halbe Stelle und ist dann irgendwann in der Teilzeit fanden.

00:08:09: Konkret bedeutet das Konzept der dynamischen Familienarbeitszeit also, dass beide Elternteile gleichzeitig in Teilzeit gehen und sich gemeinsam um die Kinder kümmern.

00:08:20: Und dafür, dass sie sich eben gleichberechtigt aufteilen, bekommen Sie dann quasi eine finanzielle Belohnung.

00:08:26: Die Idee ist wenn beide Elternteile gleichzeitig im Korridor von ... ... von zwanzig bis dreißig Stunden in der Woche arbeiten, dann bekommen sie pro Paar eine monatliche Konvention von drei Hundertsechzig Euro Und das dann eben bis zum dritten Geburtstag des Kindes.

00:08:42: Das wäre sozusagen die erste Stufe dieser Dynamischen Familienarbeitszeit, die zweite Stufe, die reicht dann noch ein weiteres Jahr weiter also bis zum vierten Geburtstag des Kindens.

00:08:53: und da werden dann diese Erwerbsumfänge dynamisiert, denn der Korridor, den wir jetzt bei der Elteranteine arbeiten sollten, liegt dann bei neunundzwanzig bis dreizig Stunden in der Woche Und dafür ist dann der Betrag, der das Paar bekommt.

00:09:08: Etwas gemengere und leile bei zweihundertvierzig Euro pro Monat.

00:09:12: Uns.

00:09:12: natürlich würden auch Allein- und Getrenterziehende von diesem Modell profitieren.

00:09:16: Die würden dann eben die Hälfte bekommen!

00:09:18: Da wäre es natürlich so dass die alleinerziehende Person nur allein in diesen Korridor sein muss... ...und die meisten alleinerziehenden Frauen sind ja meistens Frauen sind auch genau in diesem Korridort drin.

00:09:28: Insofern würden sie davon auch besonders profitieren.

00:09:31: Und natürlich ist das Ganze auch Such ausgerichtet, dass es auch für sehr unterschiedlich vielfältige Familienformen natürlich auch gedacht ist.

00:09:40: Wenn wir von einer Partnerschaft ausgehen in der beide Elternteile gleichwertig in die Pflicht genommen werden – beruflich wie privat -, dann bedeutet die dynamische Familienarbeitszeit vor allem eines….

00:09:51: mehr Fairness, mehr Gleichberechtigung und weniger geschlechter spezifisches Schubladendenken!

00:09:57: Das würde bedeuten, schon mal bei über sechzig Prozent arbeiten, dass die Väter auf mindestens zweiundachzig Prozent der Zeit runtergehen.

00:10:06: Mit zweiunddreißig Stunden also deutlich mehr Zeit haben um Kehrarbeit zu machen und auch letztlich geschlechte Gerechtigkeit entsprechend erwünscht hat der Jungen dazu besser herzustellen.

00:10:16: Eltern fehlt in der sogenannten Rush Hour des Lebens vor allem eines Zeit.

00:10:21: Empirische Daten zeigen, dass Eltern mit mindestens einem Kind unter sechs Jahren durch die Kombination aus Arbeit-, Haushalt- und Kehrarbeit regelmäßig über sechzig Wochenstunden Gesamtarbeitszeit leisten.

00:10:33: Gerade wenn die Kinder noch klein sind, sind Familien also zeitlich extrem belastet – das wird durch die dynamische Familienarbeitszeiten aufgebrochen!

00:10:42: Familien mit kleinen Kindern hätten insgesamt mehr Zeit zur Verfügung und bekämen somit eine Art Schonraumgeboten.

00:10:49: Und, in dem der Wunsch des Mannes nach weniger Arbeit erfüllt wird, um sich mehr um die Kinder kümmern zu können, kann die Frau wiederum die freigewordene Zeit nutzen, um mehr zu arbeiten und sich dadurch wieder unabhängiger machen.

00:11:01: Wenn die Mütter im Unterenkorridor arbeiten würden, mähen sie schon mal bei seventy-fünf Prozent – das heißt, die Teilzeitfalle, die immer noch ganze Generationen an Frauen betrifft wird dadurch besiegt.

00:11:13: Die Frauen sind in einer vollzeitnahen Tätigkeit drin und sie wird langfristig die Müttererwerbstätigkeit massiv verbessern, nicht in der Rush auch des Lebens aber vor allem später dann wenn die Kinder im Schulalter sind weil dann einfach kaum noch Müttern in der Teilzeitfalle mit einer halben Stelle bleiben sondern doch deutlich höhere Erwerbsvolumen haben was sich denn auszahlt.

00:11:37: Kursfristig ist natürlich so dass da ich das hier fähre Auch weniger beruflich arbeiten ist da natürlich regnläufig in der Summe.

00:11:44: Das habe ich auch ausgerechnet, gewinnt man wenn die Menschen nach ihren Präferenzen und Wünschen arbeiten würden.

00:11:52: je nach Alter der Kinder würde man über dreiehunderttausend Vollzeitekvenente gewinnen.

00:11:56: Langfristig haben also nicht nur die Mütter und Väter etwas von der dynamischen Familienarbeitszeit, sondern wir alle.

00:12:03: Denn wenn es Eltern ermöglicht wird, Familie und Beruf besser nach ihren Wünschen zu vereinbaren, dann profitiert davon letztlich auch der Arbeitsmarkt und die gesamte Wirtschaft.

00:12:14: Dieses Modell hilft jungen Menschen massiv ihrer Lebensvorstellung umzusetzen.

00:12:19: Langfristige unterstützen den Arbeitsmarkt langfristig.

00:12:24: besser Rahmendingungen ein, die die Gebotenrate steigern können und hat insofern viele Vorteile.

00:12:30: Wer nun aber glaubt, die dynamische Familienarbeitszeit alleine wäre des Rätsels-Lösungs, den müssen wir leider enttäuschen!

00:12:37: Sie ist ohne Zweifel ein ganz wesentliches Instrument auf dem Weg hin zu mehr Familienzeit, zur einer Verringerung des Gender Care Gap, zur Gleichstellung und Unabhängigkeit der Frau und zur allgemeinen Steigerung der Erwerbstätigkeit von Eltern.

00:12:51: Ohne weitere familienpolitische Bausteine wie das Elterngeld, eine verlässliche Kita-Betreuung oder Ganztagsschulen lassen sich diese Ziele aber nicht erreichen.

00:13:01: Die

00:13:01: Betreuungszeiten der Kitas geben es ja gar nicht her, dass man wirklich eine Vierzigstundenwoche machen könnte.

00:13:09: Also wenn man von acht bis sechzehn Uhr Kita-betreuungszeit hat lässt sie sicher gar nicht unterbringen!

00:13:15: Rechnerisch gesehen.

00:13:16: Und auch nicht immer sind die Arbeitszeiten der Eltern so aufeinander, so abstimmbar dass man sagen kann einer bringt den andere holt ab.

00:13:22: es klappt halt einfach nicht in der Realität.

00:13:24: und noch schlimmer wird's eigentlich wenn denn die Schule beginnt weshalb auch der Ausbau der Ganztagsbetreuung so wichtig ist.

00:13:29: dann die Grundschule hört halt einfach spätestens um zwölf Uhr auf in den ersten zwei Jahren und da kann man wirklich nicht mehr viel arbeiten.

00:13:37: und wenn dann die Kinder vielleicht noch besondere Hilfe bedarfe haben wie am Nachmittag anfallen Dann geht das oftmals gar nicht anders.

00:13:45: Daneben sind aber auch die Arbeitgeber gefragt.

00:13:47: Auch sie müssen sich anpassen und auf die neuen Gegebenheiten, die eine dynamische Familienarbeitszeit mit sich bringen würde, einstellen.

00:13:55: Das ist für gewisse Produktionsbetriebe, die mit acht Stundenschichten arbeiten oder in Krankenhäusern sicherlich eine Herausforderung.

00:14:04: Aber wir müssen endlich dahin kommen, dass sie nicht immer nur Familien permanent an die Arbeit Geber anpassen, sondern Arbeit Gebers müssen sich auch ein Stück weit an Familien anpassen.

00:14:12: Leider zeigt die Erfahrung aber, dass das eben meist nicht der Fall ist.

00:14:16: Vor allem Vätern wird es oft schwer gemacht, der Familie zur Liebe im Beruf kürzer zu treten.

00:14:21: Leoni Kleinschrot schlägt daher vor, das Recht auf eine dynamische Familienarbeitszeit im Gesetz zu verankern.

00:14:28: Mit so einer Leistung, die ja eigentlich auch mit einem Rechtsanspruch ähnlich wie das Elterngeld verbunden wäre ... Das ist dann dadurch auch,

00:14:35: v.a.,

00:14:36: Väter und eben auch leichter wird diese dynamische Familinarbeitszeit einen Anspruch zu nehmen.

00:14:42: phasenweise Arbeitszeitreduzierung dann in Betrieb auch durchsetzen zu können.

00:14:46: Das haben wir beim Elterngeld auch ähnlich gesehen, sobald dieser Rechtsanspruch da ist kann man sich darauf berufen und man sieht viele andere Väter die das nehmen und es wird normalisiert, es wird eine Art Selbstverständlichkeit sogar.

00:15:00: Ganz ähnlich sieht das auch Natalie Klüver und sie geht sogar noch einen Schritt weiter.

00:15:05: Was man in Deutschland machen sollte, was in den skandinavischen oder nordischen Ländern auch schon gemacht wird.

00:15:09: Dass man sagt es muss mehr Verpflichtung geben die Elternzeit helftig aufzuteilen weil wir wissen aus verschiedensten Studien dass gerade die erste Zeit mit Kind so unglaublich wichtig ist wie später die Kehrarbeit auch geteilt wird.

00:15:21: und

00:15:22: in

00:15:22: Finnland und auch in Island ist es so.

00:15:24: da ist man verpflichtet dazu sich die Eltern zeit helftig aufteilen um die vollen Bezüge zu kriegen.

00:15:31: alle Fehler machen würden.

00:15:32: Und es ist eine Verpflichtung das zu machen, denn wäre auch die Sicht der Arbeitgebenden sehr viel weniger kritisch, dann wäre man dem Ganzen gegenüber sehr viel offener eingestellt weil sie eben einfach alle machen.

00:15:43: also dieses Mobbing was es ja gibt das kann ich ja nicht wegreden dass er wäre tatsächlich dann viel weniger weil man muss es ja machen.

00:15:50: Etwa siebzehn Millionen Erwachsene leben aktuell mit minderjährigen Kindern in Deutschland.

00:15:55: Das heißt, mehr als zwanzig Prozent unserer Bevölkerung ist von diesem Thema betroffen und kennt die Probleme über die wir hier sprechen – mehr oder weniger aus eigener Erfahrung!

00:16:06: Diese Zahl sollte eigentlich ausreichen, um der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und der Gleichstellung von Müttern und Vätern mehr Bedeutung beizumessen.

00:16:15: Und den Startschuss zu geben für eine Familienpolitik die den Fokus auf mehr Familienzeit legt!

00:16:21: Und damit sind wir am Ende unserer aktuellen Folge Zukunftgerecht, dem Podcast der Friedrich-Ebert Stiftung.

00:16:27: Wir bedanken uns fürs Zuhören, würden uns freuen wenn Sie den Podcast abonnieren und möchten Ihnen an dieser Stelle auch noch unseren Podcast zukunftgerecht Talk empfehlen!

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